In dieser Produktkategorie finden Sie Messer, Scheren und Skalpelle, die speziell für den Laboralltag entwickelt wurden – darunter Schlauchschneider, Laborscheren und rostfreie Messer zum mühelosen Schneiden verschiedenster Materialien. Neben Universalscheren umfasst das Sortiment auch Mikroscheren, Präparierscheren und Verbandscheren renommierter Hersteller wie Bochem aus rostfreiem Stahl. Zudem bieten wir passende Ersatzklingen, etwa für Glasschneidemesser.
Weitere Informationen zu Messern, Scheren und Skalpellen erhalten Sie hier.
Skalpelle sind äußerst scharf geschliffene Instrumente, die sich u.a. ideal zum präzisen Schneiden von Gewebe eignen. Es gibt Einweg-Skalpelle, bei denen ausschließlich die Klinge ausgetauscht wird. Die Klingen stehen in verschiedenen Formen, Größen und Materialien zur Verfügung. Eine sichere Handhabung wird sowohl durch die zuverlässige Befestigung der Klinge als auch durch ergonomisch gestaltete Griffe gewährleistet. Besonders in der Arbeit mit Gewebe, Haut oder Bändern kommen Skalpelle häufig zum Einsatz und sind daher vor allem in histologischen Laboren unverzichtbar.
Präparierscheren verfügen üblicherweise über abgerundete Schneideblätter und Schneideblattspitzen. Außerdem ist die vollkommene Überdeckung der Schneideblätter in geschlossenem Zustand typisch, so dass die Schere als Präparierinstrument ohne scharfe Kanten verwendet werden kann. Präparierscheren gibt es in gerader und gebogener Form in unterschiedlichen Größen.
Die einzelnen Werkstoffe bieten spezifische Vorteile. Wählen Sie daher Ihr Werkzeug entsprechend Ihren individuellen Anforderungen. Chromstahl beispielsweise ist magnetisch und rostfrei. 18/10-Stahl hingegen wirkt antimagnetisch und ist z. T. elektrolytisch poliert. Stahl bietet Vorteile wie Festigkeit, Korrosionsverhalten, Verformbarkeit und Schweißeignung. Einige unserer Scheren, Mikropräparierscheren und Skalpelle sind aus dem Werkstoff Wironit gefertigt. Diese Speziallegierung bietet einige Vorteile, da die Werkzeuge über folgende Eigenschaften verfügen:
Anders als bei mit Oberflächenschutz versehenen, d.h. vernickelten oder verchromten Instrumenten, ist bei Wironit-Instrumenten ein Abblättern des Nickel- bzw. Chromüberzuges, unschönes oder unhygienisches Aussehen nicht gegeben. Daher werden ärztliche Instrumente heute fast nur noch aus rostfreiem Stahl hergestellt.
Edelstahl: Edelstahl bezeichnet alle nichtrostenden Stähle mit mind. 10,5% Chromgehalt. Weitere Legierungsbestandteile wie z. B. Nickel, Molydbän, Titan oder Niob erhöhen die Korrosionsbeständigkeit gegenüber unlegierten Stählen noch einmal mehr. Es wird zwischen drei Hauptarten unterschieden:
Durch weitere Zusätze von Molybdän, Titan oder Tantal/Niob können beide Gruppen besonderen Erfordernissen angepasst werden. 13-prozentiger Chrom-Stahl, aus dem viele Instrumente gefertigt sind, ist nur im polierten Zustand rostsicher, aber nicht beständig gegen Säuren, Sublimate und Desinfektionsflüssigkeiten.
Wironit dagegen gehört zur Gruppe der austenitischen Chrom-Nickel-Stähle mit 18% Chrom und einem Nickelanteil von 10%-12%.
Bei entsprechender Reinigung und Pflege halten Edelstahl-Produkte äußerst lange. Dazu empfehlen sich idealerweise Edelstahl-Drahtbürsten, Kunststoffschwämme, Edelstahlpflegesprays oder Scheuerpulver. Neben Stativmaterial werden häufig auch Behälter, Hebebühnen, Möbel, Rührwellen, Werkzeuge etc. aus Edelstahl gefertigt.
Stahl: Metallische Legierungen, deren Hauptbestandteil Eisen ist und deren Kohlenstoffgehalt zwischen 0,01% und 2,06% liegt, werden als Stahl bezeichnet. Stahl bietet mit Eigenschaften wie Festigkeit, Korrosionsverhalten, Verformbarkeit und Schweißeignung zahlreiche Vorteile. Typische Produkte aus Stahl sind z. B. Stativplatten oder Stativstäbe.
Temperguss: Temperguss ist ein Gusseisen, das erst nach Wärmebehandlung hart und widerstandsfähig wird. Das Temperieren erfolgt bei 1060 °C über die Dauer von ca. drei Tagen. Typischerweise werden z. B. Doppelmuffen oder Klemmen aus Temperguss hergestellt.
Aluminium: Der große Vorteil des Werkstoffes Aluminium liegt in seinem geringem Gewicht. Aluminium kann jedoch weniger stark belastet werden als z. B. Temperguss oder Edelstahl und ist außerdem nicht sehr korrosionsbeständig. Dies sollte beim Einsatz von Klemmen und Muffen für größere Aufbauten mit gefährlichen oder wertvollen Substanzen bedacht werden.
Nickel: Das Legierungsmetall Nickel ist an seinem glänzenden, metallisch silbrigen Aussehen zu erkennen. Nickel sollte nicht an der Luft erhitzt werden, um Korrosion zu vermeiden; unter Schutzglas ist Nickel jedoch korrosionsfrei. Nickel wird hauptsächlich für Instrumente und Behälter in der Analytik verwendet sowie zur Stahlveredelung. Ausschlaggebend ist dabei die Reinheit von 99,5%. Tiegel, Schalen oder Spatel werden oftmals aus Nickel gefertigt.
Messing: Kupfer-Zink-Legierungen mit einem Kupferanteil zwischen 55% und 90% und einem Zinkanteil zwischen 5% und 45% werden als Messing bezeichnet. Eine besondere Eigenschaft ist die hervorragende mechanische Belastbarkeit (z. B. drehen, fräsen, etc.). Da z. B. Gasbrenner wegen der geforderten Dichtheit sehr exakte Drehteile benötigen, werden alle Gas führenden Teile aus Messing gefertigt. Messing verändert sich farblich, daher ist die Oberfläche oftmals vernickelt, verchromt oder beschichtet.
Titan: Titan ist besonders zu empfehlen, wenn großer Wert auf hohe Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und geringes Gewicht gelegt wird. Das Metall ist weiterhin weiß-metallisch glänzend, fest, dehnbar und temperaturbeständig. Um Titanprodukte unter herkömmlichen Metallinstrumenten schnell identifizieren zu können, werden sie eloxiert – hierdurch entsteht die blaue Farbe. Titan ist beständig gegen verdünnte Schwefelsäure, Salzsäure, chloridhaltige Lösungen, kalte Salpetersäure und die meisten organischen Säuren und Laugen wie Natriumhydroxid. Pinzetten & Zangen, Spatel oder Scheren werden häufig aus Titan gefertigt. Auf Grund des komplizierten Herstellungsprozesses ist Titan ca. zehnmal so teuer wie herkömmlicher Stahl.
Die Summe aller technischen Verfahren, die in der Produktion eines Artikels angewendet werden, um die funktionalen Oberflächeneigenschaften zu verbessern, werden als Oberflächenveredelung bezeichnet. Dazu zählt z. B. die Aufbringung von metallischen Überzügen (Verzinken, Verchromen, Vernickeln), die Aufbringung von organischen Überzügen (Lackieren, Pulverbeschichten oder Kunststoffbeschichten für Verschleißschutz und Verminderung von Kontaminationen, z. B. mit PTFE), Eloxieren (bei Aluminium) oder Elektrolytisches Polieren (für Korrosionsschutz bei Edelstahl).