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Autoklavieren

In der Mikrobiologie und vor allem im medizinischen Bereich zählen Autoklaven zur Basisausstattung im Labor. Sie dienen der Sterilisation durch Wasserdampf unter Druck mit Temperaturen über 100°C. Unter diesen Bedingungen werden allerlei Bakterien und Keime vollkommen eliminiert und Erreger abgetötet, sodass das Produkt hinterher steril ist.

Ein Autoklav besteht im Wesentlichen aus einem Druckbehälter, zumeist aus Edelstahl, mit einer Tür, die druckfest verschlossen werden kann. In diese sogenannte Sterilisierkammer wird das zu autoklavierende Produkt eingeführt. Mithilfe der integrierten Heizelemente wird der Wasserdampf im Inneren erhitzt. Über das digitale Steuermodul können während des gesamten Vorgangs alle wichtigen Parameter überprüft werden, wie z.B. (Sterilisier-)Temperatur und Druck.

Der Vorgang des Autoklavierens unterteilt sich in vier Schritte:

> Steigzeit (Entlüftung)

> Ausgleichszeit (Aufheizphase)

> Sterilisationsphase

> Abkühlphase (Dampfablass und Abkühlung)

Im ersten Schritt, der Steigzeit, wird der Innenraum des Autoklaven vollständig entlüftet und in der Ausgleichszeit mit gesättigtem, gespannten Wasserdampf befüllt, welcher aus demineralisiertem Wasser von den integrierten Heizelementen erzeugt wird. In der Sterilisationsphase wird das Produkt dann für ca. 15 bis 20 Minuten mit dem Wasserdampf zum Einwirken im Prüfbehälter eingeschlossen. Die Dauer der Sterilisationsphase kann je nach Keimbelastung und Sterilisiertemperatur variiern. Am Ende der Anwendung wird der verbliebene Dampf abgelassen und das Produkt kann abkühlen.

Gängige Anwendungen des Autoklavierens finden insbesondere bei der Festkörper-, Flüssigkeits- und Vernichtungssterilisation Einsatz. Die zu sterilisierenden Güter sind mitunter leere Glasflaschen oder Pipetten, sowie Lösungen und Filter. Zudem wird des Weiteren Laborabfall in Vernichtungsbeuteln sterilisiert.