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Vials (Probenfläschchen): Welches Vial für welche Anwendung?

Vials, auch Injektions- oder Probenfläschchen genannt, sind kleine Flaschen, die in der Medizin und in chemischen Laboren zur Abfüllung von Arzneistoffen, Lösungen oder Suspensionen verwendet werden. Diese sind in unterschiedlichen Fassungsvermögen erhältlich und werden mit einem PTFE-Septum oder einem Gummistopfen verschlossen.

Auswahl von Probenflaschen im Labor

Die richtige Wahl des Probenfläschchens richtet sich nach dem Verwendungszweck. Soll die Probe darin nur aufbewahrt werden, ist vor allem Material und Volumen entscheidend. Die meisten Flaschen sind in Weiß- und Braunglas der hydrolytischen Klasse 1 sowie aus TPX (Polymethylpenten) oder PP (Polypropylen) verfügbar.

Silanisierte Probenflaschen

Neben normalen Glasflaschen, die für spezielle Analysen mit Reinheitszertfikat erhältlich sind, führen wir auch silanisierte Glasprodukte. Silanisierte Glasflaschen verwendet man, um die Absorption von polaren Verbindungen auf der Oberfläche des Glasbehältnisses zu reduzieren (z.B. bei Proteinanalysen). Einige Verbindungen, wie Amine, Proteine oder Phenole, neigen zur Reaktion mit der Glasoberfläche; der Silanisationsprozess verhindert dies durch eine Deaktivierung der Glasoberfläche.

Kunststoffflaschen

Bei einigen speziellen Applikationen, wie bei der Atomabsorption, der Wasser- bzw. Proteinanalyse, bei der Kapillarelektrophorese, etc. müssen sogar Kunststoffflaschen verwendet werden. Wir bieten eine große Auswahl von Kunststoffflaschen und Kunststoff Mikroflaschen aus verschiedenen Materialien an (PP, TPX). Bei Anwendungen, die bereits verschlossene Flaschen erfordern (z.B. bereits verbördelte oder aufgeschraubte Flaschen), wie z.B. in der Tabakindustrie, können wir auch jegliche Art von Flasche mit einem Verschluss Ihrer Wahl bereits vorverschlossen liefern. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Flaschen für den Verschließprozess aus der CleanPack Verpackung genommen werden müssen und deshalb nicht mehr als „im Reinraum verpackt“ bezeichnet werden können.

EPA Flaschen können mit oder ohne Reinheitszertifikat geliefert werden, je nach den Anforderungen des Endverbrauchers. Darüber hinaus können EPA Flaschen auch mit bereits aufgeschraubten Verschlüssen geliefert werden.

Flaschen aus Glas der 1. hydrolytischen Klasse

Wir führen des Weiteren Flaschen, deren Glas aus der 1. hydrolytischen Klasse hergestellt wird. Glas der 1. hydrolytischen Klasse ist sehr hart und hat einen geringen Ausdehnungskoeffizienten selbst bei großen Temperaturschwankungen. Es weist eine ausgezeichnete chemische Resistenz gegenüber Säuren und neutralen Lösungen auf, sogar gegenüber alkalischen Lösungen aufgrund des relativ niedrigen Alkaligehaltes. Die höhere Dichte der Glasoberfläche verleiht ihm eine höhere Wasserbeständigkeit. Bei Glas der 1. hydrolytischen Klasse unterscheidet man zwischen Glas mit Ausdehnungskoeffizienten 33 (Typ 1, Klasse A) und 51 (Typ 1, Klasse B), wobei Braunglas grundsätzlich nur mit Ausdehnungskoeffizienten 51 weltweit erhältlich ist. Der mit 33 angegebene, niedrigere Ausdehnungskoeffizient impliziert, dass bei diesem härteren Klarglas höhere Temperaturen eingesetzt werden müssen, um es zu verarbeiten.

HPLC- und GC-Applikationen mit Autosampler

Wird für HPLC- und GC-Applikationen direkt aus der Probenflasche injiziert, muss das Vial nicht nur ein geeignetes Material aufweisen, sondern auch kompatibel zu dem verwendeten Autosampler sein. Im Fall von HPLC- oder GC-Anwendungen werden bei den meisten Autosamplern Fläschchen mit den äußeren Maßen 32 x 11.6 mm eingesetzt. Bei der Flaschenform gibt es jedoch einige Details, die zu Ihrem Autosampler kompatibel sein müssen:

  • Gewinde ND8: Standardflaschen für die GC und HPLC
  • Kurzgewinde ND9 / Kurzgewinde N9 mit Surestop: Flaschen mit Kurzgewinde ND9 sind universell einsetzbar auf praktisch allen Autosamplern. Das Gewinde endet in der Mitte des Flaschenhalses, so dass zwischen Verschluss und Flaschenschulter noch Platz für den Greifarm des Samplers ist. Die Variante Kurzgewinde N9 mit Surestop hat einen zusätzlichen Stoppring am Gewindeende. Dieser macht den Endpunkt des Schraubprozesses kenntlich und sorgt so für optimale Dichtheit.
  • Roll- und Schnappring ND11: Fläschchen mit weiterer Öffnung, insbesondere zum Befüllen viskoser Stoffe geeignet. Schnappringflaschen sollten nur für HPLC eingesetzt werden. Für Rollrandflaschen werden Bördelkappen und eine geeignete Bördelzange benötigt.

Die Flaschen haben ein Volumen von 1,5 ml. Für Anwendungen, bei denen nahezu das gesamte Probenvolumen injiziert werden soll, sind Vials mit integriertem Konus am Flaschenboden erhältlich. Stehen nur kleine Probenvolumina zur Verfügung, können Sie Ihre Vials durch passende Mikroeinsätze mit einem Volumen von 0.1 – 0.2 ml verkleinern.

Headspace-Flaschen und weitere Anwendungen

  • Feingewindeflaschen ND18: Durch das Feingewinde sind die Flaschen gasdicht verschlossen. Sie eignen sich dadurch für Headspace- und Solid Phase Microextraction-Analysen.
  • Rollrand- und Headspaceflaschen ND20: Für Headspace-Analysen müssen die Probenfläschchen einem hohen Innendruck standhalten und haben daher eine dickere Wandstärke. Sie sind erhältlich mit DIN-Rollrand oder mit abgeschrägtem Headspace-Rand sowie mit flachem oder gerundetem Boden. Die Auswahl hängt vom verwendeten Gerätetyp ab.
  • Gewindeflaschen ND24: Geeignet für Environmental Protection Association (EPA) Analysen.