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Die Auswahl des richtigen Eluenten

Um eine chromatographische Methode erfolgreich zu konzipieren ist die Wahl des Eluenten (Fließmittel) entscheidend. Da dieses sich nach der verwendeten Säule richtet, muss diese zuerst gewählt werden. Auch der Detektor grenzt die Auswahl des Eluenten ein: UV-Detektoren erfordern Fließmittel, die bei der verwendeten Wellenlänge keine Restabsorption aufweisen, um die Detektion der Analyten nicht zu stören. Beispielsweise sind einige Stabilisatoren, die die Peroxidbildung von zum Beispiel Dioxan oder THF verhindern, UV-aktiv. Besonders bei der Gradientenelution ist dies ein Aspekt, der besonders beachtet werden muss. Auch sogenannte Quenchingeffekte durch unzureichende Entgasung der Eluenten sollten vermieden werden.

Als optimales Eluent kann im Allgemeinen das Lösungsmittel der Substanz bezeichnet werden, da dadurch eine Beeinflussung der Chromatographie ausgeschlossen werden kann. Kann dies nicht gewährleistet werden, sollten Eluent und Lösungsmittel strukturell ähnlich oder zumindest gut mischbar sein, um Doppelpeaks oder die Ausbildung von Schultern in den Peaks zu vermeiden.

Methanol oder Acetonitril als Eluent in der RP-HPLC?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen mehrere Anforderungen und Gegebenheiten geprüft und beachtet werden. Natürlich ist primär entscheiden, welche Substanzen getrennt werden müssen und wie deren Selektivität ist. Doch auch folgende Überlegungen sollten bei der Wahl des Eluenten angestellt werden: Misst der UV-Detektor in Bereichen von 200nm und weniger, ist Acetonitril vorteilhaft, da es in den kleinen Wellenlängenbereichen eine geringere Eigenabsorption aufweist als Methanol. Oberhalb von 230nm ist dagegen Methanol zu bevorzugen, da dessen Basislinie hier deutlich ruhiger verläuft als die von Acetonitril.

Viskosität der Eluentengemische

Bei Gradiententrennungen muss die Viskosität der Eluentengemische beachtet werden. Ist diese zu hoch, kann es während der Messung zu einem Druckanstieg im System führen, was einen höheren Material oder den Abbruch der Messung zur Folge haben kann. Methanol/Wasser-Gemische haben in der Regel bei einem Wasseranteil von 40-60% eine höhere Viskosität als entsprechende Acetonitril/Wasser-Mischungen. Zudem bilden Methanol/Wasser-Gemische deutlich mehr Luftblasen aus, sodass eine Entfernung dieser zum Beispiel im Ultraschallbad nicht ausreichend ist und die Verwendung von Restriktionskapillaren oder Back-Pressure-Regulatoren notwendig wird.

Acetonitril als das Toxischere der beiden Eluenten bringt durch seine Beschaffenheit zunächst ein größeres Risiko mit sich. Doch durch die wesentlich höhere Elutionskraft ist auch deutlich weniger notwendig als bei einem vergleichenden Einsatz von Methanol. Preislich liegt Methanol unterhalb von Acetonitril, doch durch den größeren Verbrauch ist dies wiederum nicht direkt zu vergleichen.

Fazit: Acetonitril birgt mehr Vorteile

Als Fazit ist zu sagen, dass je nach Trennproblem, sowohl Methanol, als auch Acetonitril das geeignetere Fließmittel sein kann. Zu beachten sind auf jeden Fall die Beschaffenheit der zu trennenden Sustanzen, die Wellenlänge des UV-Detektors und die Viskosität des Fließmittels (besonders bei Gradiententrennungen). Persönlich abgewogen werden muss dabei die finanzielle und toxische Belastung der beiden Eluenten. In den meisten Fällen führt jedoch Acetonitril zu einem schnelleren Erfolg ohne wesentliche Probleme.